Das Pfarrarchiv von St. Mauritius ist so alt, wie die Gemeinde selbst. Schon die frühen Visitationsprotokolle enthalten Hinweise darauf. Der Zustand mancher Akte zeigt jedoch, dass die Akten im Laufe der Jahre nicht immer die Wertschätzung als Gedächtnis der Gemeinde erfahren haben, die sie verdienen. Einige müssen im Kohlenkeller verwahrt worden sein, viele fanden sich in einem Kleiderschrank in der früheren Kaplanswohnung, andere in den Tiefen der Schränke des ehemaligen Pfarrsekretariats. Die Sicherung der Überlieferung erfolgte bereits 2002. 2003 bezog sie einen besonderen Archivraum.

Im Zuge der Aufarbeitung der Gemeindegeschichte für das Festschriftprojekt 125 Jahre St. Mauritius Berlin-Lichtenberg konnte nun erstmals der gesamte Archivbestand erfasst werden. Es ist erstaunlich, was sich darin alles erhalten hat. Bei vielen Dingen kann man davon ausgehen, dass bis vor Kurzem zum Teil niemand etwas von ihrer Existenz wusste. Die archivische Bearbeitung des Bestandes wird fortgesetzt, um die Akten in einen für die Forschung benutzbaren Zustand zu versetzen. Spenden für die Anschaffung von Archivmaterialien sind hierzu herzlich willkommen.

St. Mauritius ist in der komfortablen Situation, dass auf den ersten Blick keine Akten verloren gegangen sind. Die Pfarrakten haben sogar den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden, obwohl das Gebiet rund um die Pfarrkirche schwer unter den alliierten Bombardements zu leiden hatte. Dennoch lassen sich auch Überlieferungslücken ausmachen, die aber der zeitweise nicht ganz optimalen Aktenführung geschuldet sind.

2017 kamen zu den Beständen aus St. Mauritius die überlieferten Akten aus der ehemaligen Tochtergemeinde Hl. Dreifaltigkeit hinzu (1915 Filialkirche, 1918 Kuratie, 1922 Pfarrei, 2003 aufgehoben, seither wieder Filialkirche). Der dortige Archivbestand wird jedoch vorerst nur verwahrt. Eine archivische Bearbeitung ist derzeit nicht absehbar.

Als nutzbare Einrichtung gab und gibt es das Pfarrarchiv nicht. Es ist nicht öffentlich zugänglich und wird ausschließlich ehrenamtlich betreut. Wir bitten daher um Verständnis, wenn wir bitten von Forschungsanfragen möglichst abzusehen.

Einen Großteil möglicher Fragen beantwortet jedoch sicherlich die Festschrift:

http://www.lukasverlag.com/in-vorbereitung/titel/485-die-lichtenberger-pfarrkirche-st-mauritius.html


 

In eigener Sache:

Die Arbeit an dieser Festschrift hat uns eines ganz klar vor Augen treten lassen: Ohne gute Quellen kann man nichts schreiben, ohne Bilder nichts zeigen.

Für zukünftige Projekte daher diese Anfrage:

Sie oder Ihre Vorfahren stammen aus der Gemeinde St. Mauritius oder Heilige Dreifaltigkeit oder haben dort einmal gewohnt?

Wenn Sie Material zur Geschichte unserer Gemeinde(n) besitzen – z.B. Fotos, alte Kirchenzeitungen, Urkunden, Zeitungsausschnitte, Postkarten, Programmhefte oder Ähnliches – und dieses mit uns teilen wollen (gern auch digital), melden Sie sich bitte bei uns unter:

archiv@st-mauritius.berlin

oder unter:

Katholisches Pfarramt St. Mauritius
– Pfarrarchiv –
Mauritiuskirchstraße 1
10365 Berlin

Sie helfen uns damit, die Geschichte unserer Gemeinden noch besser zu dokumentieren!

Vielen Dank!

Ihr Andreas Huth, M.A.